Thomas Meineckes neuer Roman „Lookalikes“ mixt sich wieder einmal bravourös durch Popdiskurse und Geschlechtsidentitäten...
Hipster wohin das Auge reicht. Jeder zeigt mit dem Finger auf sie, keiner will einer sein. Naja, nicht ganz.
Die Erkenntnis, die mit dem Suhrkamp-Band zum Thema als erstes ins Auge sticht, ist die, dass man in den US of A ein deutlich feindlicheres Bild vom Lifesyle-Ästheten hat, als hierzulande. Das rührt wohl daher, dass man jenseits des Atlantik kaum in die Verlegenheit kommen würde, den Hipster mit dem wirklich kreativ Schaffenden, dem Künstler, zu verwechseln. Da zeichnen sich hierzulande die Begriffe doch deutlich weniger scharf voneinander ab. Im Buch wird die Antwort auf den nordamerikanischen Hipster-Diskurs von deutscher Seite gegeben, verfügen wir mit dem Berliner Modell doch über eine wirklich prachtvolle Schablone.
Die Texte von Tobias Rapp, Thomas Meinecke, Eckhard Schumacherund Jens-Christian Rabe machen sehr viel Spaß und bilden eine angenehme Kontrastierung zum ersten Teil, der unter der Regie Mark Greifs entstand. Der wiederum wird am Mittwoch ab 20 Uhr im Werkraum der Kammerspiele Auskunft über das woher und wohin des Hipsterwahns und der Occupy-Bewegung diskutieren. Ein bisschen Diskurs wird uns allen gut tun...





