Das Art'n'Rave-Konzept der downstairs. Galerie geht in eine neue Runde. Diesmal zu Gast: Die Jungs von neoARTIG. Hier ein Video zur Einstimmung...
Die Finnen sind da! Zwei internationale Gastspiele in den Kammerspielen vom finnischen Regisseur Kristian Smeds voll existenzieller Themen wie Liebe, Tod und Religion.
In den Kammersielen ist er an diesem Wochenende zum einen mit Gott ist Schönheit, zum anderen mit Sad Songs from the heart of Europe vertreten. Beide Inszenierungen werden jeweils nur ein einziges Mal zu sehen sein. Letztere kommt Freitag um 20 Uhr im großen Haus und behandelt monologisch das alte Europa, wie es sich in sein tragisches Grab im leeren Konsum schaufelt, allerdings ohne bittere Geste, sondern im festen Glauben am „Schönen im Hässlichen“. Litauisch mit Übersetzung.
Gott ist Schönheit handelt von Leben und Werk des finnischen Malers Vilho Lampi, der durch gewaltige – an Van Gogh gemahnende – Bühnenbilder einen Kampf für die Freiheit und gegen Windmühlen führt. Ein Künstler, der dem „ finnischen Winter, der Ignoranz, den Nazis und dem neuen Europa“ trotzt. Finnisch mit Übersetzung.
Die Geste der Kammerspiele, internationales Networking zu betreiben und Theatertraditionen nach München zu holen, die man ansonsten kaum zu Gesicht bekommt, sollte man durchaus würdigen. We like. Man kann ja auch danach zu Ricardo rüber schauen.
Hier noch ein paar Worte zu Kristian Smeds:
Kristian Smeds wurde 1970 geboren. Er studierte an der Theaterakademie Helsinki. 1996 bis 2001 leitete er in der finnischen Hauptstadt das Theater Takomo, zu dem damals sechs Schauspieler gehörten, und legte dort den Grundstein seiner Arbeit, weil er Grenzen und Möglichkeiten des Mediums Theater austesten konnte, wie er heute sagt.
Aus dem Wunsch nach Selbstherausforderung wechselte Smeds im Jahr 2001 als künstlerischer Direktor nach Kajaani, eine Kleinstadt mit hoher Arbeitslosigkeit 600 Kilometer nördlich von Helsinki. Ein Versuch, Theater in the middle of nowhere zu machen, der gelang. Smeds hat danach drei Jahre als Regisseur im baltischen Raum gearbeitet. Er inszeniert seine Stücke, die häufig Adaptionen finnischer Romane sind, immer selbst.











