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Peder - Dirt & Gold

TripHop 2.0. Wie der Däne Peder Pop auf eine neue Stufe hebt. "Wer ist Peder?", scheint zunächst eine legitime Frage, muss man doch nicht notwendiger Weise mit dem Kopf der dänischen HipHop Combo The Prunes konfrontiert worden sein, d.h. wenn man sich eben nicht ganz besonders mit derartigen Randgruppenphänomenen an der Klippe zum introvertiert verkifften Jazz-Experiment beschäftigt. Ab jetzt gilt jedenfalls: Peder is king. Vertracktes Trip Hop Gefrickel, komplex arrangierte Kraut-Electronica und ein unverbrauchter Pop-Appeal, der über alles hinaus reicht, was wir gemeinhin unter der Rubrick „irgendwie speziell“ abzulegen neigen. Gut, eigentlich ist das Ganze doch eben eher Jazz als irgendetwas sonst aber gerade die Kollaboration mit diversen Gastvokalisten einer neuen Kopenhagener Schule hebt das vertrackt und sperrig anmutende Unterfangen auf eine Ebene, die Pop wie wir ihn kennen, neu definieren sollte. Oh Land etwa, ihres Zeichens ebenfalls auf Fake Diamond (wie übrigens auch WhoMadeWho-Frontmann Bon Homme) releast haben. Oder Jacob Bellens, der eigentlich aus der Folk-Ecke kommt und als Murder-Sänger schon postiv ins Ohr fiel. In Kombination mit einer Reihe junger, vielversprechender dänischer Pop-Künstler gelang es Peder jedenfalls ein Album auf die Beine zu stellen, das in seiner unangepassten Eleganz die Spucke auf der Zunge trocknet. Das Album des Herbstes für alle, die es an verregneten Sonntagnachmittagen gerne auch mal ein wenig spezieller mögen. 

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